RoboBaby-Projekt

Ende Januar/Anfang Februar 2019 haben die Klassen 1BKEE 1 und 2 (Einjähriges Berufskolleg für Ernährung und Erziehung) an einem RoboBaby-Projekt teilgenommen. Mit dem Ziel möglichst hautnah zu erfahren, wie sich das gemeinsame Leben mit einem etwa 4 bis 6 Wochen alten Säugling gestaltet, haben die Schülerinnen und Schüler drei Tage und zwei Nächte mit einem RoboBaby verbracht. Das Projekt lief unter dem Fach "Erziehungslehre mit Säuglingspflege".

Ein RoboBaby liegt oft friedlich im Arm und gibt zuweilen glückliche Laute von sich. Unvermittelt beginnt es aber plötzlich zu schreien und will gefüttert oder gewickelt werden. Oder es muss vielleicht nur aufstoßen oder beruhigt werden. Besonders in der Nacht - so die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler - ist das mit teils hohen Anstrengungen verbunden. Das Baby meldet sich in unregelmäßigen Abständen alle 1 bis 3 Stunden. Aber mit etwas Übung lässt sich schon durch die Art der Laute erahnen, was das Baby gerade braucht. Und danach kann der Schlaf wieder weitergehen.

Unter der Organisation unseres Fachlehrers Herr Leistner hat die Merian-Schule mit ihren eigenen Mitteln die Beratungsstelle donum vitae in Freiburg beauftragt, die RoboBabys und das damit verbundene sozialpädagogische Know-how zur Verfügung zu stellen. Deren Fachkräfte haben die Jugendlichen angeleitet und in diversen Gesprächsrunden intensiv begleitet. Auch wenn einige Nächte durchwachsen und so manche Augen morgens etwas gerötet waren, abschreckend war die Erfahrung nicht unbedingt: Bei vielen Schülerinnen und Schülern besteht der Kinderwunsch nach wie vor, allerdings erst nach der Schulzeit.